Gemeinden setzen auf klimafitte Baukultur

Wie Gemeinden mit innovativer Architektur, nachhaltigen Baustoffen und verantwortungsvollem Umgang mit Fläche Zukunft gestalten können, zeigt die Wanderausstellung „Holzbaupreis Kärnten 2025“, die am Donnerstag im Foyer des Verwaltungszentrums des Amtes der Kärntner Landesregierung eröffnet wurde. Im Mittelpunkt stehen herausragende Holzbauprojekte aus ganz Kärnten, die Baukultur, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung verbinden. Die Ausstellung ist noch bis 19. Juni 2026 zu sehen.

Nachhaltige Ressource

Gemeindereferentin LRin Marika Lagger-Pöllinger betonte bei der Eröffnung die zentrale Rolle des Holzbaus für die Entwicklung klimafitter Gemeinden:

„Baukultur der Zukunft muss klimafit und menschennah sein. Holz ist dafür ein Schlüssel: nachhaltig, nachwachsend, erneuerbar und gut für ein gesundes Raumklima.“

Für die Landesrätin zeigen die ausgezeichneten Projekte eindrucksvoll, wie moderne Gemeindeentwicklung gelingen kann.

„Der Holzbaupreis Kärnten macht sichtbar, wie Gemeinden mit Innovationskraft, guter Planung und Verantwortung Ortskerne stärken, Grund und Boden sorgsam nutzen und gleichzeitig Lebensqualität schaffen. Genau solche Projekte unterstütze ich gerne, weil sie den Menschen unmittelbar nützen und Kärnten zukunftsfit weiterentwickeln“,

so Lagger-Pöllinger.

Ausgezeichnete Projekte

Der Holzbaupreis Kärnten wird alle zwei Jahre von proHolz Kärnten und dem Architektur Haus Kärnten vergeben und rückt besondere Leistungen heimischer Architektinnen, Architekten sowie Holzbauerinnen und Holzbauer ins Rampenlicht. Insgesamt wurden heuer 16 Projekte ausgezeichnet. Besonders stark vertreten waren kommunale Bauvorhaben: Sieben Gemeindeprojekte wurden im Rahmen der Baukulturförderung des Landes Kärnten unterstützt oder fachlich begleitet.
Der Hauptpreis ging an das Projekt „Zadruga 2.0 – Neue Ortsmitte“ in Ludmannsdorf. Den Sonderpreis erhielt „Wirt zu St. Peter“ in Rangersdorf. Weitere ausgezeichnete Gemeindeprojekte sind die Revitalisierung des Kulturhauses Feistritz im Rosental, die WALDARENA Velden, die Freizeitanlage Badesee Greifenburg, der Umbau des Mehrzweckhauses samt Neubau der Feuerwehr in Albeck/Sirnitz sowie die Sanierung des Mehrzweckgebäudes Kleblach-Lind.

Qualitätsvolles Bauen

Für Lagger-Pöllinger ist der Holzbaupreis weit mehr als eine reine Architekturauszeichnung:

„Die ausgezeichneten Projekte zeigen ganz konkret, wie Antworten auf zentrale Zukunftsfragen aussehen können – von der Anpassung an die Klimaveränderung über qualitätsvolles Bauen bis hin zu regionaler Wertschöpfung und einem bewussten Umgang mit Fläche.“

Die Ausstellung verdeutlicht zugleich, wie wichtig Zusammenarbeit für erfolgreiche Gemeindeprojekte ist. Viele Vorhaben entstanden durch das enge Zusammenspiel von Gemeinden, Planungsbüros, Wirtschaft und den Fachabteilungen des Landes. Gerade die Baukulturförderung unterstütze Gemeinden dabei, Qualität von Beginn an mitzudenken – von der Projektentwicklung über Wettbewerbe bis zur fachlichen Begleitung.