Freier Zugang zu Seen hat hohen Stellenwert

Die Österreichischen Bundesforste fanden sich am Freitag bei Landeshauptmann Peter Kaiser ein. Vorstandssprecher Georg Schöppl kam gemeinsam mit dem seit November 2022 neuen Vorstand Andreas Gruber zum Antrittsbesuch. Die Bundesforste sind nicht nur der größte Waldbetreuer, sondern auch der größte Seenbetreuer in Österreich. Voriges Jahr unterzeichneten das Land Kärnten und die Bundesforste eine Vertragsverlängerung um zehn Jahre, wodurch zehn der wichtigsten Kärntner Seen weiterhin für Bevölkerung und Gäste zugänglich und für die Gemeinden nutzbar bleiben. Das Projekt „freie Seezugänge“ wird ebenso fortgeführt, Bundesforste und Land wollen überall, wo es möglich ist, weitere schaffen. Aktuell gibt es in Kärnten 24 freie Seezugänge, von denen sich 17 auf Bundesforstflächen befinden.

„Durch unsere sehr gute Kooperation signalisieren wir der Bevölkerung, welchen hohen Wert die Seen und der freie Zugang zu ihnen für uns haben“,

betonte Kaiser. Er sprach in diesem Sinne auch das Kärntner Seenvolksbegehren und den verfassungsmäßig abgesicherten Schutz der heimischen Seen an. Vorstandssprecher Schöppl versicherte für die Bundesforste, dass

„alles was öffentlich ist, auch öffentlich bleiben wird. Und wir bemühen uns sehr, noch weitere öffentliche Flächen an den Seen zu schaffen.“

In Bezug auf den Forstbereich sprachen Kaiser, Schöppl und Gruber über die Auswirkungen des Klimawandels und der immer häufiger werdenden Unwetterereignisse.
Die zehn Kärntner Seen, für die 2022 der Vertrag um zehn Jahre verlängert wurde, sind der Wörthersee, Ossiacher See, Millstätter See, Weißensee, Brennsee, Afritzer See, Längsee, Pressegger See, Baßgeigensee und Falkertsee. Die Vereinbarung zwischen Land und Bundesforsten sieht auch jährliche Abstimmungsgespräche und eine Projektgruppe zur Erstellung von Regionalprogrammen rund um die von der Vereinbarung erfassten Kärntner Seen vor.
Österreichweit betreuen die Bundesforste insgesamt 850.000 Hektar, das sind zehn Prozent der Staatsfläche. Neben großen Waldflächen, den beiden Nationalparks Donau-Auen und Kalkalpen sowie verschiedenen Wegen sind das auch 74 Seen und über 2.000 Kilometer fließende Gewässer.
 
Infos unter: bundesforste.at und ktn.gv.at/freierseezugang
Quelle: LPD Kärnten