Frauenreferentinnenkonferenz – wichtige Weichen für mehr Schutz und Gleichstellung

Bei der Frauenreferentinnenkonferenz, die in Frauenkirchen tagte, standen zentrale frauenpolitische Herausforderungen und konkrete Maßnahmen für mehr Gleichstellung, Selbstbestimmung und Schutz von Frauen auf der Tagesordnung. Die Kärntner Frauenreferentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger brachte dabei wichtige Anliegen aus Kärnten ein und setzte sich für deren Berücksichtigung auf Bundesebene ein.

„Frauenpolitik darf nicht bei Ankündigungen stehen bleiben. Es geht darum, konkrete Verbesserungen für Frauen zu erreichen – im Alltag, im Berufsleben, in der Gesundheitsversorgung und vor allem dort, wo Frauen Schutz und Unterstützung brauchen. Entscheidend ist, dass wir die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Frauen ernst nehmen und aus gemeinsamen Beschlüssen auch konkrete Schritte folgen“,

betont Lagger-Pöllinger.
Insgesamt wurden 19 Punkte behandelt und beschlossen. Die Themen reichten von der Bekämpfung digitaler und häuslicher Gewalt über einen besseren Schutz von Frauen im öffentlichen Raum und mehr sexuelle Selbstbestimmung bis hin zu Gender Medizin, Pensionsgerechtigkeit, Lohntransparenz und einer stärkeren Beteiligung von Vätern an der Familienarbeit. Konkret ging es unter anderem um Maßnahmen gegen Cyberstalking und sexualisierte Deepfakes, die Prävention sexualisierter Gewalt, ein bundesweites Heimwegtelefon sowie Verbesserungen beim Schutz von Gewaltopfern. Auch antifeministische Strömungen und die Gleichstellung am Arbeitsmarkt waren Thema.
Drei konkrete Anliegen brachte Kärnten in die Konferenz ein. Gemeinsam mit anderen Bundesländern setzte sich Kärnten für eine konsequente Bekämpfung digitaler Gewalt gegen Frauen und Mädchen ein. Ein weiterer Antrag betrifft den Schutz vor häuslicher Gewalt nach spanischem Vorbild. Dabei soll geprüft werden, welche Elemente des spanischen Modells – insbesondere bei der Einschätzung von Gefährdungslagen – auch für Österreich sinnvoll sein könnten. Gemeinsam mit dem Burgenland brachte Kärnten außerdem die österreichweite Ausrollung des Lehrgangs „Gender Medizin“ ein. Dieser wurde in Kärnten entwickelt, das Land nimmt damit eine Vorreiterrolle ein. 

„Hinter diesen Themen stehen konkrete Lebensgeschichten. Frauen, die von Gewalt betroffen sind, brauchen rasche und verlässliche Hilfe. Mädchen und Frauen müssen auch im digitalen Raum wirksam geschützt werden. Und in der Medizin müssen geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Diagnose und Behandlung stärker berücksichtigt werden. Unser Ziel ist, dass aus diesen Beschlüssen konkrete Verbesserungen für die Menschen entstehen“,

betont Lagger-Pöllinger abschließend.
 
Quelle: LPD Kärnten