Fellner: Klare Schritte für starke Betriebe und sichere Arbeitsplätze
AMS-Landesgeschäftsführer Peter Wedenig und LH Daniel Fellner. Foto: LPD Kärnten/Handler
Kärntens Zukunft braucht Betriebe, die investieren, sichere Arbeitsplätze und Perspektiven für junge Menschen. Bei der gemeinsamen Regierungssitzung mit den Sozialpartnern im AMS Klagenfurt stellte Landeshauptmann Daniel Fellner deshalb konkrete Schritte zur Stärkung des Standorts vor. Bis Jänner soll ein gemeinsames Papier vorliegen, aus dem eine klare Strategie für Kärnten bis 2035 entsteht.
„Unser klarer Arbeitsauftrag ist es, Kärnten bis 2035 weiter nach vorne zu bringen. Daran sind wir alle beteiligt“,
betonte Fellner. Landesregierung und Sozialpartner bündeln dafür ihre Erfahrungen und Vorschläge. Im Mittelpunkt stehen Arbeit, Fachkräfte, Standort und Wohlstand.
Fellner will Verfahren beschleunigen
Ein zentraler Schritt ist die von Fellner angekündigte „Task Force Standortentwicklung“. Bei großen Investitionsvorhaben sollen alle relevanten Beteiligten frühzeitig an einem Tisch zusammenkommen, um Genehmigungsverfahren zu koordinieren und möglichst effizient abzuwickeln.
„Das wurde bereits einmal bei Infineon 2018 sehr erfolgreich praktiziert. Künftig soll es das ab einer gewissen Investitionsgröße immer geben“,
erklärte Fellner. Dafür soll ein eigener Verfahrenskoordinator in der Landesamtsdirektion angesiedelt werden. Auch bei kleineren Investitionen soll es klare Ansprechpartner geben: „Kümmerer“ in den Bezirkshauptmannschaften sollen Unternehmen durch das gesamte Verfahren begleiten.
„Sie sollen das Projekt von A-Z durchbegleiten. Dinge sollen parallel passieren und nicht hintereinander“,
so der Landeshauptmann. Damit will Fellner Unternehmen mehr Planungssicherheit geben und Investitionen erleichtern. Wer in Kärnten Arbeitsplätze schafft, soll sich auf verlässliche Zuständigkeiten und gut abgestimmte Verfahren verlassen können.
Gesetze und Verordnungen auf den Prüfstand
Fellner kündigte zudem an, jene Vorgaben genau zu prüfen, die Investitionen verzögern und Kosten erhöhen. Während manche Rahmenbedingungen vom Bund oder der Europäischen Union bestimmt werden, will Kärnten im eigenen Zuständigkeitsbereich konsequent handeln.
„Was wir aber in unserem Bereich tun können, werden wir umsetzen: Von Gesetz zu Gesetz, von Verordnung zu Verordnung schauen wir uns alles an. Wir werden diesbezüglich bei uns klar Schiff machen“,
sagte Fellner. Der Anspruch ist klar: Aus der gemeinsamen Arbeit mit den Sozialpartnern sollen konkrete Maßnahmen entstehen, die das Land selbst umsetzen kann und die den Standort langfristig stärken.
Kärnten und Steiermark bündeln ihre Stärken
Wie Zusammenarbeit neue Möglichkeiten eröffnet, zeigt für Fellner der gemeinsame Wirtschafts- und Hochschulraum Kärnten-Steiermark. Beide Länder haben beschlossen, künftig verstärkt gemeinsam aufzutreten.
„Gemeinsam sind wir eine Topnummer in der Forschung. Wir gehören zu den Top-3-Regionen in Europa. Auch hier wollen wir gemeinsam investieren und unsere Stärken sichtbarer machen“,
betonte der Landeshauptmann. Diese Zusammenarbeit soll Forschung, Wirtschaft und Ausbildung enger verbinden und die Chancen der gesamten Region besser nutzen.
Gute Arbeit braucht Perspektiven vor Ort
Die Sozialpartner unterstrichen die Bedeutung einer gemeinsamen Strategie. Neben schnelleren Verfahren und klaren Zuständigkeiten braucht ein attraktiver Standort auch gute Bildungsangebote, leistbaren Wohnraum und Mobilität. AMS-Landesgeschäftsführer Peter Wedenig verwies auf die demografische Entwicklung und den Wandel der Wirtschaft. Bestehende Initiativen müssten zu einer gemeinsamen Strategie zusammengeführt werden. Besonders wichtig sei es, jungen Menschen die beruflichen Perspektiven in Kärnten sichtbar zu machen. IV-Präsident Timo Springer hob die Bedeutung der Industrie hervor, die jährlich rund 1.000 Lehrlinge ausbildet. Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin Nika Bašić betonte, dass Unternehmen Planungssicherheit brauchen, um zu investieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Für Fellner ist diese gemeinsame Arbeit der Schlüssel: Kärnten soll seine Stärken gezielt weiterentwickeln – damit Betriebe wachsen können und die Menschen im Land gute Arbeit und eine sichere Zukunft finden.