14. Oktober 2026
Fellner in Brüssel: Europas Stärke beginnt in den Regionen
Europa wirkt dort, wo Investitionen neue Arbeitsplätze schaffen, Forschung ermöglichen und die Sicherheit der Menschen verbessern. Diese Botschaft bringt Landeshauptmann Daniel Fellner bei der Europäischen Woche der Regionen und Städte sowie im Ausschuss der Regionen in Brüssel ein. Sein Anliegen: Starke Regionen brauchen verlässliche Förderungen und eine klare Stimme in europäischen Entscheidungen.
EU-Förderungen schaffen Chancen für Kärnten
Seit Österreichs EU-Beitritt 1995 sind rund 450 Millionen Euro an EU-Regionalförderungen nach Kärnten geflossen. Diese Mittel tragen dazu bei, den Wirtschafts- und Forschungsstandort weiterzuentwickeln und damit die Grundlage für Beschäftigung und Wohlstand zu stärken.
„Eine starke und bürgernahe Kohäsionspolitik ist für mich – wie die EU – alternativlos“,
betont Fellner. Entscheidend sei, dass europäische Mittel direkt in den Regionen ankommen. Wie weitreichend europäische Investitionen wirken können, zeigt die Koralmbahn: Die EU hat insgesamt mehr als 600 Millionen Euro zu verschiedenen Projekten und Abschnitten entlang der Bahn beigetragen. Die engere Verbindung zwischen Kärnten und der Steiermark eröffnet neue Möglichkeiten für Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bildung und Forschung.
Innovation sichert die Arbeitsplätze von morgen
Kärnten ist international als Technologie- und Forschungsstandort sichtbar. Infineon, der Silicon Alps Cluster, die Silicon Austria Labs sowie die Fachhochschule Kärnten und die Universität Klagenfurt stehen für diese Entwicklung. Ein besonderes Beispiel ist der Lakeside Science & Technology Park. Mit der größten Drohnenhalle Europas, einem Robotics-Forschungslabor und einem 5G-Playground verbindet er Forschung mit praktischer Anwendung.
„Unsere international und national agierenden Top-Unternehmen und die einzigartigen Forschungsmöglichkeiten im Park zeigen, wie viel Innovationskraft in Kärnten steckt. Und der Lakeside Park wird weiter ausgebaut“,
so Fellner. Auch das neue COMET-Zentrum der Lakeside Labs mit einem Gesamtbudget von rund 23 Millionen Euro setzt hier an. Es erforscht, wie technische Systeme und kritische Infrastruktur widerstandsfähiger gegen Stromausfälle, Extremwetter oder Cyberangriffe werden können.
Gemeinsam helfen, wenn Katastrophen Grenzen überschreiten
Neben Innovation steht der grenzüberschreitende Katastrophenschutz im Mittelpunkt der Gespräche. Gerade Waldbrände zeigen, wie wichtig die Zusammenarbeit mit den Nachbarregionen ist.
„Waldbrände kennen, wie Katastrophen, keine Gemeinde-, Landes- oder Staatsgrenzen – deshalb darf auch unsere Hilfsbereitschaft keine Grenzen kennen“,
erklärt Fellner. Einsatzkräfte, die unter schwierigen Bedingungen helfen und sich vielfach ehrenamtlich engagieren, brauchen die bestmögliche Unterstützung. Europäische Hilfen sollen deshalb gezielt die betroffenen Regionen und Gemeinden erreichen.
Mehr Mitsprache für Gemeinden und Regionen
Beim Treffen des Europaausschusses des Österreichischen Gemeindebundes geht es auch um den EU-Finanzrahmen von 2028 bis 2034. Fellner fordert, Gemeinden, Regionen und Städte stärker an den Entscheidungen über die Verteilung der Mittel zu beteiligen.
„Der europäische Geist entsteht bereits in den Regionen. Es ist daher umso wichtiger, dass Europa in Form von Fördermitteln für Projekte direkt bei den Menschen in der Region ankommt, spürbar und sichtbar wird.“
