14. Januar 2026
Europa-Preis des Landes Kärnten für drei Masterarbeiten
1.500 Euro für eine Dissertation, 600 Euro für eine Masterarbeit, 300 Euro für eine Bachelorarbeit. Den Europa-Preis des Landes gibt es für sehr gute wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit der EU in einem Kärnten-Kontext befassen. Europareferent Landeshauptmann Peter Kaiser zeichnete damit gestern, Dienstag, drei junge Menschen aus. In seiner Ansprache appellierte er für ein „Mehr an Europa“. Außerdem teilte er mit, dass der Europa-Preis auch heuer wieder ausgeschrieben wird.
Kaiser dankte und gratulierte den Ausgezeichneten.
„Uns ist es wichtig, dass Europa und der europäische Gedanke auch in einem wissenschaftlichen Zusammenhang entsprechend bearbeitet werden“,
erklärte er.
Kärnten sei lange Grenzregion gewesen und dann nach dem EU-Beitritt 1995 immer mehr in die Mitte Europas gerückt. Das Land nutze die Vorteile und setze gemeinsam mit den Nachbarn vielfältige grenzüberschreitende Projekte um. Der Landeshauptmann blickte aber auch auf die kritische geopolitische Lage:
„Wir müssen Europa einen besonderen Stellenwert geben.“
Die EU habe mehr Einwohner als die USA und Russland und könne durch eine Vielfalt an Möglichkeiten punkten.
„Europa kann eine ernstzunehmende politische Kraft sein. Wir müssen alle dazu beitragen – im Sinne unserer liberalen Demokratie. Dazu braucht es etwas mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein“,
betonte Kaiser.
Alle drei Ausgezeichneten haben Masterarbeiten für den Europa-Preis des Landes eingereicht. Die gebürtige Villacherin Sophie Marie Kornsee hat sich an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt damit befasst, wie bilingualer Geschichtsunterricht in Deutsch und Italienisch das historische Denken bei jungen Menschen fördern kann. Die Laudatio für sie hielt Cornelia Klepp von der Pädagogischen Hochschule Kärnten. Um Transkulturalität im Alpen-Adria-Raum geht es in der Masterarbeit von Leonie Loipold.
Die Spittalerin hat dafür an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt zum Alpinisten Julius Kugy geforscht. Die Laudatio hielt Julia Marinaccio von der Fachhochschule Kärnten. Preisträger Alexander Johann Hormann hat seine Masterarbeit an der Universität Graz verfasst. Der Klagenfurter hat sich im Bereich des Europarechts mit Versorgungssicherheit durch Solidarität in der EU befasst. Die Laudatio hielt Martina Rattinger als Leiterin des Kärntner Verbindungsbüros in Brüssel.
Infos zum Europa-Preis des Landes Kärnten: https://europa.ktn.gv.at/aktionen/EUROPA_Preis
Quelle: LPD Kärnten
