Equal Pay Day: Frauen arbeiten in Kärnten ab morgen 62 Tage gratis

In Österreich ist die Karenz nach wie vor ungleich verteilt. Bei nur 16 von 100 Kindern nimmt auch der Vater eine Karenzzeit in Anspruch. Damit liegt Österreich im EU-Vergleich auf dem letzten Platz.
 
Petra Oberrauner, SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Kärnten:

„Es ist 2025 und Frauen arbeiten immer noch zwei Monate im Jahr unbezahlt. Wir brauchen endlich Halbe-Halbe bei der Arbeit, Einkommen und Verantwortung. Und ganz klar: Wer die gleiche Arbeit leistet, muss auch gleich verdienen, egal ob Mann oder Frau. Gleichstellung passiert nicht von selbst, sie braucht Mut und klare Regeln.“

 
Die SPÖ-Frauen Kärnten begrüßen, dass das Lohntransparenzgesetz, welches von Evelyn Regner (SPÖ) vorbereitet und eingefordert wurde, in der EU bereits beschlossen worden ist und jetzt auch in Österreich ratifiziert wird. Dennoch betont Petra Oberrauner, dass die Rahmenbedingungen so gestaltet werden müssen, dass es möglich wird beruflich wie privat die Arbeit und die Verantwortung fair aufzuteilen.
 
Genau das wird das Lohntransparenzgesetz leisten. Zukünftig wird der Arbeitgeber nachweisen müssen, dass für die gleiche Arbeit der gleiche Lohn bezahlt. Ziel ist es, den Equal Pay Day nicht mehr zu brauchen, um Gerechtigkeit zu schaffen.

 Die Fakten:

  • 62 Tage im Jahr arbeiten Frauen in Kärnten gratis.
  • 17 Prozent, so hoch ist die Lohnschere in Kärnten.
  • 2/3 der unbezahlten Arbeit leisten Frauen.
  • Die Karenz ist ungleich aufgeteilt. Bei nur 16 von 100 Kindern geht auch der Vater in Karenz. Österreich ist damit EU-weites Schlusslicht.
  • Nur 2 von 100 Väter gehen in Österreich länger als drei Monate in Karenz. Bei 8 von 10 Paaren geht der Mann überhaupt nicht in Karenz.
  • Andere EU-Länder gehen mit gutem Beispiel voran: 9 von 10 Väter gehen in Luxemburg und Niederlande in Karenz.