22. Oktober 2021
Einkommensunterschiede zwischen Mann und Frau werden offensichtlich weiterhin ignoriert!
„Die Benachteiligung von Frauen ist kein Naturgesetz sondern lediglich eine Tradition – und wer gestern die Diskussion im Kärntner Landtag zum Tätigkeitsbericht des Referates für Frauen und Gleichberechtigung mitverfolgt hat muss sich einfach fragen – werden wir wirklich ernst genommen? Egal, wie man es dreht und wendet, welche Argumente „von vorgestern“ auch bemüht werden – Frauen bekommen schlicht aufgrund ihres Geschlechts weniger für ihre Arbeit bezahlt. Die Lohnschere wird ab 30 immer größer, egal ob die Frau ein Kind hat oder nicht. Das wirkt sich auch auf ihre Pension, ihr Arbeitslosengeld aus. Und die Schere schließt sich nur langsam: Zwischen 1997 und 2018 hat der Gender Pay Gap von 38,3 auf 36,7 Prozent abgenommen. Wenn wir in dem Tempo weitermachen, erreichen wir 2485 Einkommensgerechtigkeit“,
„Frauenpolitik ist Gesellschaftspolitik und jeder und jede ist dafür mitverantwortlich. Deshalb fordere ich ganz selbstbewusst und energisch – es liegt in unserer Händen: Löhne hinauf, ganzjährig leistbare Kinderbetreuung – jetzt! Fangen wir heute damit an Chancengerechtigkeit zu schaffen“,
„1,2 Milliarden Euro hatte die Kern/Mitterlehner-Regierung für diesen Ausbau eingeplant. Im aktuellen türkis-grünen Budget dagegen sind keine zusätzlichen Mittel für den Ausbau der Kinderbetreuung vorgesehen. Als Sozialdemokrat*innen machen wir nun auf Bundes- wie Landesebene Druck auf die Regierung, die Kinderbetreuung endlich auszubauen. In ganz Österreich soll es für jedes Kind einen Rechtsanspruch auf kostenlose Ganztagsbetreuung geben“,
„Und wenn sich die Christlich-Soziale Partei Österreichs dann erinnert, welche staatsragende Kraft sie einmal war, wird sie gar nicht anders können als diesen Resolutionen zuzustimmen. Unserer Ziele sind letztlich gar nicht so weit voneinander entfernt. Wenn Sie mir nicht glauben, dann vielleicht Dominik Santner, von der Jungen Industrie Steiermark, der sagt: Der Mangel an Betreuungsinfrastruktur hält exzellent ausgebildete junge Eltern, vorwiegend Frauen, vom Arbeitsmarkt fern oder zwingt sie in lange Elternteilzeiten. Gender Pay Gap, Altersarmut und massive Pensionseinschnitte sind finanzielle und karrieretechnische Spätfolgen,“
„Kunst kann ein Beitrag zu kulturpolitischen Thema sein und nicht nur ein Verkaufsprodukt. Als Künstlerin steht man aber sehr oft vor der schwierigen Frage nach dem Wert der Arbeit. Was in der Ausstellung, als Produkt zu sehen ist, bildet ja nicht den ganzen Entstehungsprozess ab. Als Künstlerin hat man keinen Kollektivvertrag, keinen Fixlohn, keine festen Arbeitszeiten – deshalb wäre auch in der Kunst dringend „Fair Pay“ notwendig“,
