Eine Million Euro für die Sanierung öffentlicher Kultureinrichtungen

Die EU hat, um cornabedingte Schäden in Wirtschaft und Gesellschaft abzufedern, einen sogenannten Resilienzfonds mit 672,5 Milliarden Euro geschaffen. Die Mittel daraus wurden über die jeweiligen Staaten an ihre Länder je nach Anteil weitergeleitet. Kärnten erhält aus dem Fonds, dessen Mittel in Förderungen von Projekten, die dem grünen sowie dem digitalen Wandel entsprechen, 32,5 Mio. Euro.
In der Regierungssitzung wurde der Beschluss gefasst, dass das Land im Zuge dieses sogenannten Länderinvestitionspaketes eine Million Euro in die Hand nimmt, um öffentliche Kultureinrichtungen thermisch zu sanieren.

„Die Pandemie hat gerade die Kultureinrichtungen, deren Existenz von Besucherzahlen abhängig ist, in Bedrängnis gebracht. Diese Kultureinrichtungen sind aber eine wesentliche Infrastruktur für Geist und Seele – auch das haben wir während der Pandemie erfahren müssen“,

weist Kulturreferent LH Peter Kaiser hin.
Kaiser begrüßt zudem, dass die Verwendung der EU-Mittel für den Ausgleich erlittener coronabedingter Schäden an die Entwicklungen und Notwendigkeiten der Zeit angepasst sind.

„Das Ziel, zu unterstützen und zugleich in die Zukunft gerichtet Maßnahmen zu setzen, kommt aktuell den jeweiligen Projekten zugute, nachhaltig aber auch nächsten Generationen“,

so Kaiser.
Kärnten werde mit dieser Million Euro das Bachmannhaus und das Kärntner Landesarchiv der dringend notwendigen thermischen Sanierung unterziehen. Im Kärntner Landesarchiv würden laut Kaiser 850.000 Euro aus dem Landesinvestitionspaket in eine Klimaanlage auch für die spätere Erhaltung von Kulturgütern bzw. Archivalien investiert, zugleich auch eine Photovoltaikanlage errichtet, um die Betriebs- bzw. Energiekosten zu minimieren und auf nachhaltige Energieträger zu setzen.
150.000 Euro fließen in die energetische Sanierung des Bachmannhauses in Klagenfurt, dessen Umbau zu einem Museum in Gedenken an Ingeborg Bachmann im Laufen ist. Die energetischen Sanierungsmaßnahmen betreffen Fenster, Türen und das Dach.
Die restlichen 31,5 Millionen Euro aus dem EU-Resilienzfonds fließen ua in energetische Sanierung bestehender öffentlicher Sportinfrastruktur, die Wasserschiene Kärnten, die Errichtung von Kinderbetreuungseinrichtungen, den Green Site-Park St. Paul, die Radwegebau-Offensive, die Silicon Alps-Reinraumerweiterung, flächenwirtschaftliche Aufforstungsprojekte, die Modernisierung des Bildungshaus Krastowitz, Investitionen in die Dekarbonisierung von Regionalbussen im Rahmen von „H2Carinthia“.
Quelle: LPD Kärnten