Ehrenzeichen im Sinne der Sicherheit und Bildung

Neun unterschiedliche Ehrenzeichen und einen Berufstitel verlieh gestern, Mittwoch, LH Peter Kaiser gemeinsam mit LRin Beate Prettner und Landtagspräsident Andreas Scherwitzl an verdienstvolle Kärntnerinnen und Kärntner im Spiegelsaal der Landesregierung. Es war dies die letzte Ehrenzeichenverleihung Kaisers im Amt als Landeshauptmann. Der Ehrenpräsident des Zivilschutzverbandes, Rudi Schober, nahm dies zur Gelegenheit, um Kaiser zu danken.

„Peter Kaiser hat mit diesen Ehrenzeichenverleihungen viele Menschen sichtbar gemacht, die mehr tun als nur das Notwendige, mehr als ihr Beruf es von ihnen erfordert und die damit unsere Gesellschaft stärken. Der offizielle Dank des Landes, sichtbar in Ehrenzeichen und Urkunden, holt diese Vorbilder vor den Vorhang“,

so Schober.
 
Auch Kaiser betonte

„die bemerkenswerte Feierstunde, weil wir Menschen ehren und auszeichnen, die Wertvolles für die Gesellschaft getan haben, die in ihren Bereichen dazu beigetragen haben, dass sich Kärnten weiterentwickelt und die ein Engagement über den beruflichen Alltag hinaus an den Tag gelegt haben, das für ein Miteinander unerlässlich ist. All diese Personen, denen wir heute mit den Ehrenzeichen sichtbar danken, haben wesentliche Impulse gesetzt und Veränderungen mitgetragen, sei es im Bereich der Bildung oder im Bereich des Schutzes und der Sicherheit. Diese Menschen hätten nicht tun müssen, was sie geleistet haben. Aber weil sie es getan haben, wurde unser Land ein Stück besser. Dafür danken wir und sind stolz“,

hielt Kaiser fest.
 
Schober dankte auch dem Protokoll des Landes unter der Leitung von Christiane Ogris für die Durchführung der zahlreichen Feierstunden in den letzten Jahren, für die Herzlichkeit im Zuge der Organisation, „sodass wir alle mit Freuden zu diesen Veranstaltungen gekommen sind“. Ogris hielt auch bei der gestrigen Ehrenzeichenverleihung die Laudationen.
 
Das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhielt Susanne Traußnig, die als Pädagogin, Direktorin, Landesschulinspektorin und Schulqualitätsmanagerin im Schulwesen viel zur Qualitätsentwicklung beigetragen hat, wichtige Impulse für die Bildung im Land gesetzt hat und das Bildungswesen mit ihrer Expertise, ihrem fachlichen Engagement generell geprägt und weiterentwickelt hat.
 
Johann Lintner, der Landesstellenleiter der Öst. Gesundheitskasse Kärnten, erhielt das Große Ehrenzeichen des Landes für sein Engagement im Gesundheitswesen in Kärnten. Er hat seine Arbeit 1985 begonnen und in vielen Aufgaben in Verantwortung für den Ausbau und die Weiterentwicklung im Bereich der Gesundheit und vor allem in der Prävention gesorgt. Vor allem während der Pandemie sei es Lintner gelungen, mit seinem klaren Blick auf die Bedürfnisse der Menschen und seinem Fachwissen, landesweite Aktionen durchzuführen.
 
Der Historker Oliver Rathkolb nahm gestern ebenso das Große Ehrenzeichen des Landes entgegen. Rathkolb prägte die Zeitgeschichtsforschung an verschiedenen Instituten und in Beiräten und war beseelt davon, Geschichte zu einem lebendigen Teil unserer Gegenwart zu machen. Als Kurator, Herausgeber, Berater kann Rathkolb auf nationale wie internationale Tätigkeiten zurückblicken und es ist ihm gelungen, der Erinnerungskultur „ein Gesicht zu geben“. So waren ihm auch die Minderheitenrechte immer ein besonderes Anliegen, wie auch sein fester Glaube an die Demokratie sein Tun prägte.
 
Als Oberst der Miliz wurde Mario Mikosch das Ehrenzeichen des Landes verliehen. Sein über Jahre dauerndes außergewöhnliches Engagement, Österreich zu dienen und seine Hingabe für Schutz und Sicherheit haben auch die wichtige Bedeutung der Miliz gestärkt. Umsicht, fachliche Kompetenz und sein Wille, das Beste für die Soldaten zu erreichen, haben die Kameradschaft und Einsatzbereitschaft gestärkt. Durch ihn wurde das Jägerbataillon zu einer für ganz Österreich vorbildlichen Einheit.
 
Heimo Senger, ausgezeichnet mit dem Ehrenzeichen des Landes, hat es immer als Privileg gesehen, mit jungen Menschen zu arbeiten. Als Direktor hat er die Schule nicht nur als Lern-, sondern als Lebensort gesehen, als Inspiration für junge Menschen und er war bestrebt, den Blick der Schülerinnen und Schüler nach vorne zu richten. Er war ein Gestalter im Schulwesen, hat neue Technologien aufgenommen und Bewährtes weiterentwickelt.
 
Für ihre jahrelangen ehrenamtlichen Tätigkeiten erhielten gestern Johann Kuhn, Helmut Stocker und Erich Stocker den Kärntner Lorbeer in Gold mit Brillanten sowie Michael Habernig den Lorbeer in Bronze. Sie alle eint, dass sie durch ihre Tätigkeit den Zivilschutz in Kärnten gefestigt haben, das Bewusstsein dafür in der Bevölkerung wesentlich gestärkt haben und mit den Kindersicherheitsolympiaden schon bei Kindern das Bewusstsein für Prävention und Gefahrenpotenzial sowie für rasche Rettungsmaßnahmen geschärft haben. Sie alle haben sich für den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung in ihren unterschiedlichen Bereichen des Zivilschutzverbandes eingesetzt, ihr Wissen und ihre Erfahrung weitergegeben und Menschen auf Ernstfälle vorbereitet.
 
Begrüßt wurden bei der Ehrenzeichenverleihung Landesamtsdirektor Dieter Platzer, sein Stellvertreter Markus Matschek, Militärkommandant Philipp Eder, Bildungsdirektorin Isabella Penz, Uni-Prof. Konrad Krainer, der Präsident des Zivilschutzverbandes Kärnten, Harald Geissler sowie Museumsdirektor Wolfgang Muchitsch und Andreas Kuchler vom Stadtmuseum Villach. Umrahmt haben die Feierstunde Silvia Igerc und Arthur Ottowitz.
Quelle: LPD Kärnten