Ehrenzeichen des Landes für Anette Lang vom Kunstverein millstART

Mit einer Überraschung durch Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser wurde gestern, Montag, millstART 2025 eröffnet: Im Laufe der Eröffnungsfeierlichkeit zeichnete Kaiser die „Person, die aus einer Sommerfrische ihren Lebensinhalt gemacht hat, Anette Lang“ im Beisein von Landtagspräsident Reinhart Rohr, den Landtagsabgeordneten Stefan Sandrieser und Michael Maier, sowie dem Bürgermeister von Millstatt, Alexander Thoma und der Vorsitzenden der Kärntner Kulturstiftung, Monika Kircher sowie hunderten Gästen mit dem Ehrenzeichen des Landes aus.
 

„Alles hier – millstART, die Künstlerinnen und Künstler, jedes Jahr über 30.000 Besucherinnen und Besucher der Ausstellung – hat eine Seele, spiegelt das Engagement und die Liebe zur Kunst und Kultur sowie zu Millstatt wider. Anette Lang hat die Herzen des Publikums, der Betrachterinnen und Betrachter und der Kunstschaffenden erobert“,

sagte Kaiser in seinem Statement.
Anette Lang kam als, wie sie sagt, Sommerfrischlerin, nach Millstatt und begann 2019 ihre Mitarbeit beim Verein „Kunstradln“ in Millstatt. Als 2021 der Kunstverein millstART gegründet wurde, wurde sie ehrenamtlich Obfrau.

„Sie hat diesen Ort, diese Räumlichkeiten, neu inszeniert und zu einem Highlight im Kärntner Kultursommer werden lassen. Die Begeisterung für eine Sache, die kulturelle Belebung Millstatts, ihr Talent, die Menschen einzubinden, Mut und vor allem Konsequenz und Durchhaltevermögen zeichnen Anette Lang aus“,

so Kaiser.
 
Auch die heurige Ausstellung, der Art Brut gewidmet, sei laut Kaiser ein Zeichen des Mutes, der Lang auszeichne, die immer neue Wege beschritten hat. Der Kulturreferent dankte auch den Kuratorinnen Irina Katnik und Nina Katschnig, sowie allen weiteren, die diesjährige Ausstellung ermöglich haben. Der Landeshauptmann verwies ebenso auf die

„gelebte Inklusion in diesem Projekt, das Gemeinsames, das uns eint und nicht Trennendes, das uns separiert, in den Fokus rückt“.

Auch Bürgermeister Thoma dankte Lang, weil

„sie Millstatt zu einem der lebendigsten Kunstorte, neben Gmünd, in Oberkärnten gemacht hat und damit die Gemeinde, den Ort, den See über die Kärntner Grenzen hinaus strahlen lässt“.

 
Die Ehrung fand im Kreuzgang des Stiftes Millstatt statt, wo auch millstART 2025 „ursprünglich_berührend!“gugging goes millstART eröffnet wurde und wo die Werke, kuratiert von Irina Katinik und Nina Katschnig, bis 3. Oktober zu sehen sind. Werke, die die Kunstrichtung Art Brut für die Betrachterinnen und Betrachter zugänglich machen. Wie überhaupt das gesamte Stift, der Innenhof, die Gewölbekeller, die Waschküche, der Garten-Innenhof, sogar die Garage, in die gesamte Ausstellungsfläche miteinbezogen sind. Art Brut, als

„sogenannte rohe Kunst, die auf Erfahrung und Intuition basiert, ist eine ursprüngliche Kunst, die hier zur Ausstellung gebracht wurde mit den Gugginger Künstlern, die weltweit mit ihren Werken in Museen vertreten sind“,

beschrieb Ina Maria Lerchbaumer, die Ehrenpräsidentin von millstART, die Ausstellung.
Die Werke der Gugginger Künstler zählen zu den Klassikern dieser Stilrichtung und werden seit den 70er Jahren weltweit gesammelt und ausgestellt. Art Brut, in den 1940er Jahren geprägt von Jean Dubuffet, ist eine Kunstform, die Autodidaktisches, Unverfälschtes zeigt.

„Gugging selbst ist ein Begriff für große Kunst“,

so Lerchbaumer. Es sei besonders, diese Werke hier in Millstatt zu sehen, betonte Lang selbst.
 
Im Zuge der Ausstellung können sich Menschen in der ehemaligen Waschküche des Stiftes selbst üben, ihre Spuren hinterlassen, und künstlerisch schreibend, oder malend tätig sein. Des weiteren wird die Ausstellung ergänzt durch das Montags.Kunst.Kino. Bis September werden im Kino Millstatt themenbezogene Filme gezeigt, verbunden auch mit Kurzführungen im Stift.
 
Kostenfreie Führungen durch millstART 2025 gibt es jeden Tag um 11 Uhr und um 16.30 Uhr, der Zutritt zur Ausstellung ist ebenfalls kostenlos.
Umrahmt wurde die Eröffnung der Ausstellung und die Ehrenzeichenverleihung von MAP (Marc Abrams, Ali Gaggl und Primus Sitter), dekoriert wurde der Kreuzgang von den Bewohnerinnen und Bewohnern der Lebenswelt St. Antonius.
https://millstart.at/
Quelle: LPD Kärnten