Ehrenbürgerschaftsverleihung mit Knalleffekt

Für sein außergewöhnliches Engagement und seine langjährigen Verdienste um die Marktgemeinde Treffen wurde Bürgermeister Klaus Glanznig gestern, Montag, im Rahmen eines feierlichen Festakts im Seminarzentrum Treffen zum Ehrenbürger ernannt. Zahlreiche Gemeindebürgerinnen und -bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter von Blaulicht- und Einsatzorganisationen, Vereinen, Verbänden und der Kommunal- und Landespolitik nahmen an der Verleihung teil. Unter den Ehrengästen befanden sich Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesrätin Beate Prettner, Landesrat Daniel Fellner sowie Landeshauptmann a. D. Christof Zernatto und Landtagspräsident a.D. Reinhart Rohr.

„Lasst einmal den Bürgermeister machen – bei einem Einsatz brauchen wir einen Profi“,

eröffnete Landeshauptmann Peter Kaiser seine Laudatio. Glanznig sei eine Persönlichkeit, die stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen habe und pragmatische Lösungen in den Mittelpunkt stelle. Parteipolitische Grenzen würden dabei keine Rolle spielen, betonte Kaiser. Er hob hervor, dass Glanznig das Bürgermeisteramt mit großem Verantwortungsbewusstsein und beispielhaftem Engagement ausübe und damit vorzeige, wie gelebter Zusammenhalt funktioniere. Besonders erinnerte der Landeshauptmann an die Naturkatastrophe im Jahr 2022: Die Ereignisse seien von intensiven Bildern, starken Emotionen und großer Verunsicherung geprägt gewesen.

„Der Bürgermeister war damals an vorderster Front, packte selbst mit an, spendete Mut und hielt die Moral der Einsatzkräfte hoch“,

sagte Kaiser. Er würdigte Glanznigs überparteilichen Zugang und seine Vorbildwirkung für die kommunale Zusammenarbeit und dankte ihm für seinen Einsatz im Dienste der Menschen. Er bedankte sich für seinen Einsatz für die Menschen seiner Gemeinde, für sein Engagement und sein Wesen,

„Er ist wahrlich ein großer Treffner!“

Landesrat Daniel Fellner verwies in seiner Ansprache ebenfalls auf die Naturkatastrophe im Juni 2022 und würdigte Glanznigs Einsatzbereitschaft sowie seine konsequente Arbeitsweise.

„Bürgermeister Klaus Glanznig zeichnet seine Beständigkeit und sein unermüdlicher Einsatz mit viel Herz aus. Vor allem, wenn es um seine Gemeinde und die Menschen geht, gibt er alles – teilweise bis hin zur völligen körperlichen Erschöpfung, wie etwa im Rahmen der tragischen Unwetterkatastrophe 2022.“

Feuerwehr- und Gemeindereferent Fellner und Bürgermeister Glanznig arbeiteten gemeinsam während der schweren Naturkatastrophe in enger Abstimmung in Einsatzstäben und führten die Einsatzkräfte. LR Fellner dankte Glanznig für seine Leistungen und gratulierte zur Ehrenbürgerschaft.
Sichtlich bewegt zeigte sich Klaus Glanznig selbst über die Ehrenbürgerschaft, die auf einem einstimmigen und überparteilichen Beschluss des Gemeinderates basiert. Die Ehrenbürgerschaft verstehe er weniger als persönliche Ehrung, sondern als Anerkennung für die gemeinsame Arbeit vieler engagierter Menschen in der Gemeinde. In seiner Rede schilderte er auch persönliche Erinnerungen und seine enge Verbindung zu Treffen, die bis in seine Kindheit zurückreicht. Er schilderte die Zeit, als das Gemeindeamt noch aus Caritas-Wohneinheiten bestand und er mit seinen Eltern und neun Geschwistern die heutigen Amtsräumlichkeiten bewohnte:

„Es ist mehr als nur ein Amt. Mit diesen Räumen verbinde ich meine Familie, Wärme und viele Kindheitserinnerungen – diese Gefühle und Gedanken prägten mich stets als Bürgermeister – denn es ist mehr als eine Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit.“

Gleichzeitig kündigte Glanznig an, bei der nächsten Wahl 2027 nicht mehr kandidieren zu wollen. Verantwortung müsse rechtzeitig übergeben werden, damit sich Neues entwickeln könne, betonte er. Sein Dank galt Weggefährtinnen und Weggefährten, den Einsatzorganisationen, den Behörden sowie insbesondere seiner Familie, die ihn auch in besonders schweren Zeiten als Energiequelle und sicheren Hafen gedient haben.
Besonders während der Naturkatastrophe 2022, die in Treffen und Arriach schwere Schäden verursachte, machte sich Glanznig durch umsichtiges Krisenmanagement und großen persönlichen Einsatz einen Namen. Sein Führungsstil gilt als konstruktiv, überparteilich und transparent, mit einem klaren Fokus auf die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Neben einer offenen Kommunikation wird er vor allem wegen seiner Zugänglichkeit und Bodenständigkeit geschätzt. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Projekte in den Bereichen Wohnen, Sport, Feuerwehrwesen, Bildung, Infrastruktur, Kultur und Lebensqualität umgesetzt.
Klaus Glanznig wurde am 2. Februar 1960 geboren, ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Der gelernte Schriftsetzer engagierte sich bereits früh in der Lokalpolitik: 1985 wurde er Ersatzgemeinderat, ein Jahr später Gemeinderat. 1993 folgte der Einzug in den Gemeindevorstand, 1996 wurde er erster Vizebürgermeister mit den Referaten Familie, Soziales, Sport, Kultur und Bildung. Am 7. Jänner 2013 übernahm er das Amt des Bürgermeisters von seinem Vorgänger Karl Wuggenig.
Quelle: LPD Kärnten