27. April 2026
Durchstich am Großglockner: Startsignal für den Alpensommer
Der diesjährige „Durchstich“ am Hochtor markiert den erfolgreichen Abschluss der Schneeräumung auf der Großglockner Hochalpenstraße und damit den offiziellen Auftakt in die Sommersaison 2026. Seit 25. April ist die gesamte Strecke – inklusive Gletscherstraße und Edelweiß-Spitze – wieder vollständig für den Verkehr freigegeben. Trotz vergleichsweise geringer Schneemengen stellte die Räumung die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Lawinengefahr sowie bis zu 20 Zentimeter dickes Kerneis verlangten den Teams alles ab. Umso größer ist die Anerkennung für die geleistete Arbeit. Landeshauptmann Daniel Fellner unterstrich die Bedeutung des Moments:
„Der Großglockner verbindet Salzburg und Kärnten auf besondere Weise. Der Durchstich steht für Zusammenarbeit, für gelebte Partnerschaft und für die gemeinsame Verantwortung, diesen einzigartigen Naturraum zu erhalten und zugleich erlebbar zu machen.“
Enge Kooperation
Gemeinsam mit Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler wurde der Durchstich am Hochtor (2.504 Meter) feierlich begangen – ein sichtbares Zeichen für die enge Kooperation beider Bundesländer. Edtstadler betonte die überregionale Bedeutung der Straße: „Die Großglockner Hochalpenstraße ist weit mehr als eine touristische Attraktion – sie ist ein Symbol für den Wiederaufbau und für die Verbindung von Natur, Technik und regionaler Wertschöpfung.“
Auch Johannes Hörl, Vorstand der Großglockner Hochalpenstraßen AG, würdigte die Leistung der Einsatzkräfte:
„Der Durchstich ist jedes Jahr ein besonderer Moment. Er steht für die hohe Kompetenz unserer Mannschaften und für den erfolgreichen Abschluss der anspruchsvollen Arbeiten im Hochgebirge.“
Nachhaltig
Besonders hervorzuheben ist heuer auch der nachhaltige Ansatz bei der Schneeräumung: Die historischen Rotationspflüge „System Wallack“ – teilweise seit 1953 im Einsatz – wurden mit dem nahezu klimaneutralen Biokraftstoff HVO100 betrieben, der die CO₂-Emissionen deutlich reduziert.
Für Fellner ist klar, dass der Großglockner nicht nur touristisch, sondern auch ökologisch Verantwortung bedeutet:
„Unser Anspruch ist es, diesen einzigartigen Natur- und Erlebnisraum für kommende Generationen zu sichern und gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung zu ermöglichen.“
Mit der vollständigen Öffnung der 48 Kilometer langen Hochalpenstraße – je zur Hälfte in Kärnten und Salzburg gelegen – sind alle zentralen Aussichtspunkte bereits zum Saisonstart zugänglich. Damit steht einem erfolgreichen Alpensommer 2026 nichts mehr im Wege.
