„Die Menschen sollen wissen, dass sie mit ihren Anliegen zu mir kommen können“

Christian Orasch wird bei der Bürgermeisterwahl 2027 erneut antreten.

„Ich bin gerne Bürgermeister, auch wenn Entscheidungen manchmal schwierig sind. Denn ich sehe jeden Tag, was unsere Arbeit für die Menschen bedeutet: wenn Kinder gut betreut werden, Familien sich am Spielplatz treffen oder nach einem Unwetter rasch Hilfe da ist. Diese Verantwortung möchte ich weiter übernehmen“,

begründet Orasch seine Entscheidung. Der 54-Jährige ist seit 2021 im Amt. Zuvor arbeitete er viele Jahre als Planer und Bautechniker. Diese Erfahrung bringt er auch als Bürgermeister ein: Projekte werden vorbereitet, die Kosten geprüft und dann Schritt für Schritt umgesetzt.

„Die Menschen sollen wissen, dass sie mit ihren Anliegen zu mir kommen können. Nicht jedes Problem lässt sich sofort lösen. Aber jedes Anliegen verdient eine ehrliche Antwort und jede Entscheidung eine verständliche Erklärung“,

sagt Orasch.

Trotz knapper Mittel weiterarbeiten

Die finanzielle Lage der Gemeinden ist angespannt. Trotzdem konnte Ebenthal seine Gebühren günstig halten. Eine besondere Herausforderung waren die Unwetter im Jahr 2023. Die Gemeinde musste rasch handeln und arbeitet bis heute an den Folgen.

„Was mir aus dieser schweren Zeit besonders in Erinnerung bleibt, ist, wie selbstverständlich die Menschen füreinander da waren. Feuerwehren, Gemeindemitarbeiterinnen und -mitarbeiter, Freiwillige und Betroffene haben gemeinsam angepackt. Das hat mir viel bedeutet“,

so Orasch. Gleichzeitig wurden Projekte umgesetzt, die im Alltag spürbar sind: Die Kinderbetreuung wurde ausgebaut, im Zentrum von Ebenthal entstand der lange erwartete Spielplatz und der Umbau der Volksschule wurde begonnen. Auch die Infrastruktur des Wertstoff-Sammel-Zentrums wurde verbessert.

„Wenn ich am Spielplatz vorbeikomme und sehe, das hier ein Ort geschaffen wurde, wo Kinder sich treffen können, Spaß haben, dann erfüllt mich das mit einer gewissen Portion Stolz und großer Freude“,

sagt Orasch. Wichtig ist ihm auch das Vereins- und Kulturleben. Orasch initiierte und unterstützte mehrere Veranstaltungen, darunter den Theaterwagen mit jährlich rund 400 Besucherinnen und Besuchern. Dort begegnen einander Menschen, kommen ins Gespräch und erleben ihre Gemeinde gemeinsam. Vereine unterstützt er deshalb nicht nur als Bürgermeister, sondern auch persönlich.

Was in den nächsten Jahren ansteht

Die Gemeinde soll ihre Leistungen trotz knapper Kassen aufrechterhalten. Gleichzeitig will Orasch Ebenthal geordnet weiterentwickeln. Straßen, Wasser und Kanal müssen ebenso funktionieren wie Kinderbetreuung, Schulen und ärztliche Versorgung. Dazu braucht es zusätzlichen Wohnraum und eine wirtschaftliche Entwicklung, die der Gemeinde wieder mehr finanziellen Spielraum gibt. Für Orasch ist klar: Wachstum darf nicht auf Kosten der Lebensqualität gehen. Es muss geplant, leistbar und mit der nötigen Infrastruktur verbunden sein. Beim Projekt Reichersdorf Nord ist der städtebauliche Prozess abgeschlossen. Als Nächstes legen die Optionsnehmer ihre Konzepte vor. Danach folgen Widmung und Bebauungsplanung. Geplant sind außerdem ein weiteres Wohnbauprojekt und eine neue Nutzung der alten Volksschule Mieger. Dort sollen das Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Mieger und Wohnungen Platz finden.

Zuhören, entscheiden und umsetzen

Orasch ist seit vielen Jahren im Ehrenamt aktiv. Von 2003 bis 2009 war er stellvertretender Ortsfeuerwehrkommandant, danach bis 2021 Feuerwehrkommandant der FF Ebenthal und Gemeindefeuerwehrkommandant. Der Feuerwehr gehört er weiterhin aktiv an. Seit 2024 ist er Vorsitzender des Sozialhilfeverbandes Klagenfurt-Land. Außerdem ist er beim ASKÖ Tennis Gurnitz und bei den Fußball-Altherren Wölfe aktiv. Die Jahre bei der Feuerwehr prägen ihn bis heute: Verantwortung übernehmen, ruhig bleiben und gemeinsam anpacken.

„Ich weiß, dass wir finanziell keine großen Sprünge machen können. Aber es gibt viel zu tun. Ich möchte begonnene Projekte fertigbringen, neue Vorhaben ordentlich vorbereiten und für die Menschen erreichbar bleiben. Ich trete wieder an, weil ich diese Arbeit gerne mache und noch viel für Ebenthal erreichen will. Dafür bitte ich die Menschen in Ebenthal 2027 erneut um ihr Vertrauen“,

sagt Orasch.