Die FH Kärnten hat von der europäischen Kommission 2024 die Legitimation erhalten, europaweite Hochschulallianzen einzugehen und ist mit dieser Legitimation European University ACE2. Den Antrag dafür hat die FH Kärnten im Februar 2024 bei der EU-Kommission gestellt.
Nach einem Jahr wird eine erste positive Bilanz präsentiert:
2024 und 2025 wurden über 159 Mobilitäten an der FH Kärnten (incoming an FH Kärnten und outgoing an ACE2-Partner) verzeichnet, davon 28 Studierende alleine im Jahr 2025.
„Als Landeshauptmann und als ständiges Mitglied im Ausschuss der Regionen (AdR) bin ich sehr stolz über diese positive Entwicklung. Das ist ein großer Meilenstein nicht nur für die FH Kärnten sondern für das gesamte Land. Dieser Erfolg unterstreicht die hohe Qualität der Bildungs- und Forschungseinrichtungen in Kärnten und positioniert die Region als wichtigen Akteur in der Bildungslandschaft. Durch die enge Vernetzung mit acht weiteren europäischen Hochschulen und den Austausch von Lehrenden und Studierenden profitiert Kärnten von internationalem Know-How und wird Kärnten ein weiteres Mal eine wichtige Rolle in der Gestaltung der Zukunft Europas einnehmen. Damit wird hier auch ein zentraler Beitrag zu Stärkung der Innovationskraft und der Wettbewerbsfähigkeit Kärntens im internationalen Vergleich geleistet“,
erklärt Kaiser, der sich persönlich ein Bild vom Arbeitstreffen in Villach machte und die internationalen Gäste begrüßte.
In Bezug auf die Internationalisierungsstrategie der FH Kärnten werde diese Vollmitgliedschaft zu einer weiteren Integration der FH in den Europäischen Bildungsraum beitragen. Verbunden mit der Legitimation European University ACE2 zu sein, sind 2,2 Millionen Euro, die die FH als Fördergelder von der EU für die Gründung von europäischen Hochschulallianzen erhält.
Erfreut zeigt sich FH Kärnten Rektor Peter Granig:
„Als Mitglied von ACE²-EU positioniert sich die Fachhochschule Kärnten zukunftsweisend in der angewandten Lehre und Forschung. Für Studierende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FH Kärnten bieten sich damit vollkommen neue Möglichkeiten – studieren an der FH Kärnten bietet künftig auch alle Möglichkeiten von 8 weiteren Hochschulen zu nutzen. Damit wird der Bildungs- und Forschungsstandort Kärnten nachhaltig gestärkt.“
Projektverantwortliche Julia Marinaccio zeigt sich begeistert:
„Die Initiative „European Universities“ ist das Vorzeigeprojekt der Europäischen Kommission in der europäischen Hochschulpolitik und zielt auf eine langfristige Transformation des europäischen Hochschulraums ab. Sie fußt auf der Idee, dass wir nur gemeinsam und geeint Lösungen für die großen Herausforderungen in unseren Gesellschaften finden können.“
Am 4.12.2025 findet an der FH in Villach auch wieder der „Tag der Internationalisierung“, statt, eine Veranstaltung für Studentinnen und Studenten, mit zahlreichen spannenden Fachvorträgen.
FACTS zu ACE2-EU:
9 Universitäten – 56.000 Studierende – 56 Partner – 29 Forschungszentren – 3214 Mitarbeiter
Mitglieder ACE²-EU: Politécnico de Santarém (Portugal), Carinthia University of Applied Sciences (Österrreich), Universitatea Constantin Brâncuși Târgu-Jiu (Rumänien), Universidad Francisco de Vitoria UFV (Spanien), Goce Delcev University (Nord-Mazedonien) Medical University of Gdańsk (Polen), Lietuvos Inzinerijos Kolegiia Higher Education Institution (Litauen), Latvian Academy of Culture (Lettland), Technische Hochschule Ingolstadt (Deutschland)
Fördervolumen FH Kärnten:
14,4 Millionen insgesamt, davon 2,2 Millionen für die FH Kärnten
Erste Maßnahmen:
Als erste Maßnahme wird die Allianz ihre operativen Strukturen aufbauen. Neben der Besetzung der Leitungsgremien, der Verstetigung der Kommunikationskanäle zwischen den Allianzpartnern und innerhalb der einzelnen Hochschulen, betrifft das unsere drei operativen Kern- und Serviceeinheiten: die Applied Programmes and Pedagogy Factory (APP Factory), den Applied Research, Innovation and Entrepreneurship Support Incubator (ARIES Incubator), das Societal Partnerships And Cultural Engagement Centre (SPACE Centre), die für die Umsetzung der vielseitigen Initiativen zuständig sind.
Außerdem beginnt man sofort mit der Etablierung eines gemeinsamen e-Campus, der Infrastrukturen vernetzt, die Aktivitäten und Expertise der Allianz öffentlich sichtbar macht und die Teilhabe von externen Interessenvertreter:innen in der Allianz weiter fördert.
Die „European Universities“-Initiative
„European Universities“ sind zukunftsorientierte Hochschulallianzen, die gemeinsame langfristige Strategien für qualitätsvolle Bildung, Forschung und Innovation sowie Dienste für die Gesellschaft entwickeln auf Grundlage einer gemeinsamen Vision und gemeinsamer Werte, eines hohen Grades an Mobilität und eines deutlichen Schwerpunkts auf Interdisziplinarität und offenen Studienprogrammen.
Weitere Zahlen und Fakten:
An der FH Kärnten sind mit Stand vom 15.11.2024 insgesamt 2.693 Student:innen inskribiert, der Anteil an internationalen Studierenden beträgt rund 12 Prozent, 396 Studierende.
Darüber hinaus beträgt der Anteil an internationalem Personal an der FH Kärnten 10 Prozent.
Aktuell sind 488 hauptberufliche Mitarbeiter:innen an der FH beschäftigt, davon sind 98 internationale MitarbeiterInnen.
Folgende 19 Studiengänge werden im Wintersemester 2024 in englischer Unterrichtssprache angeboten:
8 Bachelorstudiengänge:
- Green Transition Engineering
- IT-Medical Engineering
- IT-Multimedia Technology (planned in English from 2027)
- IT-Network Engineering
- SE-Green Electronics
- SE-Green Mechatronics
- Intercultural Management
- Digital Marketing & Sales
11 Masterstudiengänge:
- Applied Data Science
- Civil Engineering
- Communication Engineering
- Electrical Energy & Mobility Systems
- Medical Engineering and Analytics
- Industrial Power Electronics
- Integrated Systems and Circuits Design
- Systems Design
- Management of Conservation Areas
- Smart Materials
- International Business Management
In den vergangenen fünf Jahren konnte das Forschungsvolumen an der FH Kärnten von 2,4 Millionen Euro auf rund acht Millionen Euro gesteigert werden. In der FH Kärnten Research sind über 165 Forscherinnen und Forscher tätig.
Quelle: LPD Kärnten