12. März 2026
Ausstellung zu den grundlegenden Themen des Menschseins
Final Countdown: Die Eröffnung der Ausstellung „Dear… Regina Hübner“ gestern, Mittwoch, war die letzte im MMKK von Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, der bekanntlich sein Amt am 31.03. zurücklegt. Diesen Umstand nahm die Direktorin des Museum Moderner Kunst (MMKK), Christine Wetzlinger-Grundnig, um Kulturreferent LH Peter Kaiser für
„das gewissenhafte Wahrnehmen seines Amtes als Kulturreferent und für die vielen Ausstellungs-Eröffnungen durch ihn in den letzten Jahren“,
zu danken.
Kaiser verwies in seiner Eröffnungsrede auf „die künstlerischen und kulturellen Schätze im Land, die durch das MMKK sichtbar und erlebbar gemacht werden“. Und wie es die Aufgabe von Kunst und Kultur sei, werde auch die Einzel-Ausstellung von Regina Hübner die Betrachter nicht nur in den Bann ziehen, sondern zum Denken anregen. „Gerade in Bezug auf das derzeitige Machtstreben einzelner Regierungschefs auf dieser Welt, regt diese Ausstellung zum Nachdenken an und vermag mit dem Gezeigten gerade dieses Machtstreben in unseren Köpfen außer Kraft zu setzen“, so Kaiser.
Kunst sei ein interdisziplinär und genauso sei das der Mensch in all seinen Bereichen, in der Gesellschaft und im Umgang miteinander –
„all diese Facetten und Ausprägungen sind in den Werken Regina Hübners zu finden“,
sagte Kaiser.
Der Landeshauptmann verwies auf die vielen Auszeichnungen, die die aus Villach stammende und international tätige Medienkünstlerin bereits erhalten hat und den von ihr gewonnen Wettbewerb der Stadt Villach für eine Installation zu Ehren des 100sten Geburtstages von Paul Watzlawick. Ihr 2021 geschaffenes Kunstwerk „Kommunikation – Beziehung – Wirklichkeit“ zu Ehren des Kommunikationstheoretikers Watzlawick (1921–2007) überzeugte die damalige Jury. Die Installation aus Edelstahl reflektiert mit Zitaten Watzlawicks die Themen Wahrnehmung und Zwischenmenschlichkeit.
„Wir leben in einer Zeit, in der mit Stärke und Gewalt das Menschliche außer Kraft gesetzt wird. Regina Hübner hat mit ihren Werken, speziell mit jenem zu Ehren von Watzlawick, diese Vorgänge sichtbar gemacht und den Bezug zur Realität hergestellt. Kommunikation jeglicher Art steht im Vordergrund wie nie, gepaart mit Fakenews, die ebenso zu unserer Realität geworden sind“,
sagte Kaiser.
Regina Hübner ist eine international tätige Videokünstlerin, die in Villach geboren wurde. Ihre Ausbildung erhielt sie in Graz an der Ortweinschule, danach in Carrara und anschließend in Rom an der Accademia di Belle Arti, an der sie 1990 diplomierte. Seither lebt und arbeitet die Künstlerin in Rom, wo sie auch freischaffend in den Bereichen experimentelle Fotografie, Video und Performance tätig ist. Viele ihrer Werke wurden auf internationalen Festivals und in bedeutenden Ausstellungsinstitutionen präsentiert, darunter das ZKM in Karlsruhe, das FRAC in Marseille, das Mandel Center in Tel Aviv oder die Nationalgalerie in Vilnius.
In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sich Regina Hübner mit grundlegenden Themen des Menschseins, des Daseins und der Vergänglichkeit. Sie betrachtet den Menschen als Individuum wie auch als soziales Wesen. Hübner befragt seine Position und Bedeutung im Verhältnis zu Gemeinschaft und Gesellschaft, zu Natur und Kultur, untersucht Dimensionen des Miteinanders, von Kommunikation, Dialog und Beziehungen, und verbindet dies mit ihren subjektiven Erfahrungen als Frau, Tochter und Mutter in Werken, die als Metaphern fundamentaler Lebenszusammenhänge Gültigkeit erlangen.
Die Ausstellung im MMKK ist bis 31. Mai zu sehen.
Quelle: LPD Kärnten
