11. Mai 2026
44 neue Wohneinheiten in Feldkirchen setzen starkes Signal für nachhaltigen Wohnbau
In Feldkirchen entsteht ein Wohnbauprojekt, das ökologische Verantwortung, soziale Qualität und regionale Wertschöpfung miteinander verbindet. Präsentiert wurde das mehrgeschossige gemeinnützige Holzbauvorhaben im Rahmen einer Pressekonferenz in Moosburg von Wohnbaureferentin LHStv.in Gaby Schaunig gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wohnbau, Architektur und Politik.
44 Wohneinheiten
Bis Mai 2028 sollen insgesamt 44 Wohneinheiten entstehen. Neben 36 regulären Wohnungen umfasst das Projekt auch drei Wohnverbünde mit acht Wohneinheiten für Menschen mit Behinderung in Kooperation mit der Diakonie de La Tour. Mit einem Fördervolumen von rund 7,98 Millionen Euro gilt das Vorhaben als eines der bedeutendsten aktuellen Pilotprojekte im nachhaltigen Wohnbau Kärntens.
„Kärnten verfügt als Holzland über einen wertvollen heimischen Rohstoff, starke regionale Betriebe und große Kompetenz im Holzbau. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, dass es möglich ist, Holz wieder verstärkt als nachhaltigen Baustoff im gemeinnützigen Wohnbau einzusetzen“,
betonte Schaunig. Gerade in Kärnten liege es nahe, auf den regional verfügbaren Werkstoff Holz zu setzen:
„Nachhaltigkeit, Wertschöpfung und Baukultur gehen hier Hand in Hand.“
Wirtschaftlich
In den vergangenen Jahren wurde Holz im gemeinnützigen Wohnbau aufgrund steigender Kosten seltener eingesetzt. Das Projekt in Feldkirchen soll nun zeigen, dass wirtschaftlich tragfähiger Holzbau auch unter den Rahmenbedingungen der Wohnbauförderung möglich ist – durch intelligente Planung, regionale Kooperationen und effiziente Umsetzung. Für Schaunig verbindet das Vorhaben ökologische und soziale Verantwortung gleichermaßen:
„Dieses Projekt schafft nicht nur hochwertigen und leistbaren Wohnraum, sondern fördert auch Inklusion und gesellschaftliches Miteinander.“
Auch Wohnbausprecher LAbg. Bgm. Herbert Gaggl verwies auf die besondere Rolle Kärntens als international anerkannter Holzstandort. Mit dem Verein TINAA – Timber International Network Alpe Adria – verfüge Kärnten über ein starkes Netzwerk entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Projekt in Feldkirchen sei daher „ein wichtiges Signal für regionale Wirtschaftskraft, nachhaltige Entwicklung und die Stärkung heimischer Betriebe“.
Zentrale Rolle
Der Vorsitzende des Wohnbauförderungsbeirats, Herwig Seiser, hob zudem die europäische Dimension hervor. Nachhaltiges Bauen und Dekarbonisierung würden europaweit an Bedeutung gewinnen, Holz spiele dabei als CO₂-bindender Rohstoff eine zentrale Rolle.
„Das Projekt in Feldkirchen beweist, dass Kärnten über die notwendigen Ressourcen und die Kompetenz verfügt, um im modernen Holzwohnbau Maßstäbe für die Zukunft zu setzen“,
so Seiser. Auch VKS-Vorstandsdirektorin Gerlinde Peyker und Architekt DI Ernst Roth unterstrichen die planerische Qualität und die Bedeutung des Projekts als Vorzeigevorhaben für modernen gemeinnützigen Holzbau in Kärnten.
