Österreich braucht Alarm-SMS-System im Katastrophenfall

Verständnislos zeigt sich auch Kärntens Katastrophenschutzreferent LR Daniel Fellner angesichts der unerklärlichen Blockadehaltung der Bundesregierung gegen die dringend notwendige Umsetzung eines Alarm-Systems zum Schutz der Österreicherinnen und Österreicher im Katastrophenfall: „Alle Bundesländer haben in einer Länderstellungnahme die Bundesregierung gemeinsam dazu aufgefordert zum Schutz der Bevölkerung aktiv zu werden und ein solches „Cell Broadcast Service“ im Rahmen der bevorstehenden Ausschreibung des neuen 5-G-Netzes alle Netzanbieter dazu zu verpflichten, diesen Service gratis zur Verfügung zu stellen. Damit könnten wir im Ernstfall Menschenleben retten und es würde nichts kosten!“ Für eine nachträgliche Anschaffung müsste der Bund nach Experten-Meinung dagegen tief in die Taschen greifen.
 
Warum man diese einmalige Chance verstreichen lässt, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, ist auch SPÖ-Technologiesprecher NRAbg. Philip Kucher unerklärlich: „Wer schnell hilft, hilft doppelt. Man hätte unserem gestrigen Antrag im Parlament nur zustimmen müssen um einerseits die Sicherheit im Katastrophenfall zu erhöhen und andererseits die ökonomische Gunst der Stunde zu nutzen – man hat sich leider für das Gegenteil entschieden. Die Leidtragenden sind die Betroffenen im Ernstfall!“ Kucher hat mit der SPÖ-Parlamentsfraktion in der gestrigen Nationalratssitzung einen solchen Antrag an den Verkehrsminister zur Umsetzung eines Alarm-SMS-Systems in Österreich („Cell Broadcast Service“) eingebracht.
 
Konkret würde ein Alarm-SMS-System („Cell Broadcast Service“) den Behörden im Ernstfall ermöglichen, allen Mobiltelefonen, die in einzelnen Funkzellen eingebucht sind, in quasi Echtzeit, datenschutzkonforme Textnachrichten zuzusenden, zur Warnung aber auch zur Handlungsanleitung. In Staaten, die schon heute auf diesen Service zugreifen können, zeigt sich, dass er aus den Bereichen Sicherheit und Katastrophenhilfe kaum mehr wegzudenken ist.

„Muren-Abgänge, Hagel, schwere Gewitter – alleine das letzte Jahr hat uns gezeigt, wie wichtig es wäre, die Bevölkerung im Ernstfall schnell und unkompliziert warnen zu können. Die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher muss immer an erster Stelle stehen!

– halten Fellner und Kucher abschließend fest.

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