Glyphosat - höchste Zeit, dass die Bundesregierung dem Weg Kärntens folgt!

Kärnten war die erste Region in Europa, die das wahrscheinlich krebserregende Pflanzengift Glyphosat und weitere hunderte umweltschädliche Gifte für Privatanwender verboten hat. Ein einstimmiger Beschluss dazu wurde 2019 auf Initiative der SPÖ-Kärnten vom Kärntner Landtag gefasst. Demnach wurden Glyphosat sowie hunderte weitere gefährliche Gifte nach einer Übergangsfrist ab 1.1.2020 für private Anwender verboten. Diese Vorreiterrolle Kärntens bestärkte die Bundes-SPÖ bei ihren Bemühungen für ein österreichweites Verbot.

„Am 2. Juli 2019 hat die SPÖ im freien Spiel der Kräfte dann die Möglichkeit genutzt, denn die ÖVP war nicht in der Regierung: Mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ und JETZT wurde das Verbot des Pflanzengifts beschlossen. Doch das Gesetz konnte nicht wie geplant am 2. Dezember in Kraft treten, wegen eines formalen Fehlers“,

rekapituliert SPÖ Kärnten Landesgeschäftsführer Andreas Sucher.

Ein neuerlicher Beschluss des Nationalrats wurde mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ, NEOS und Grünen beschlossen. Damit wurde auch die zuständige Ministerin ganz klar aufgefordert, das Verbot an die EU-Kommission zur Notifizierung zu schicken. Das ist nicht passiert - bis heute, Dienstag,  ganz überraschend der Antrag der SPÖ angenommen wurde und zur Notifikation nach Brüssel geschickt wird.

„Wir haben in Kärnten gezeigt, wo ein Wille da ist auch ein Weg. Wir haben uns trotz aller Unkenrufe nicht abbringen lassen und haben uns zum Schutz unserer und der Gesundheit unserer Kinder auch gegen die mächtige Pestizid-Lobby ins Zeug gelegt. Wir haben mit unserem europaweit vielbeachteten Verbot für private Anwender nicht nur ein Signal zum Aufbruch in eine giftfreiere Zukunft gesetzt, sondern einen wesentlichen Impuls für die nationale und europaweite Gesundheitspolitik gesetzt - der jetzt endlich umgesetzt werden kann“,

so Sucher.

Die SPÖ hat sich immer unmissverständlich für ein Verbot dieses Pestizids, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein, ausgesprochen. Andere, insbesondere die ÖVP, war dagegen und nicht in Lage, sich klar für die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher und gegen Glyphosat auszusprechen.

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