Einzigartig in Österreich: Massive Verbesserungen für ehrenamtliche Helfer in Kärnten

Ehrenamt: Kärnten nimmt Vorreiter-Rolle ein
„Wie angekündigt, setzen wir eine relevante Besserstellungen für ehrenamtliche Helfer um.“

Gemeinde- und Katastrophenschutzreferent Landesrat Daniel Fellner stellt klar: „Freiwillige leisten unbezahlbaren Dienst an der Gemeinschaft“ - dass muss auch honoriert werden!

Mit der Novellierung des Gemeindedienstetengesetztes gelten Einsätze künftig als gerechtfertigte Abwesenheit vom Dienst. Zudem erhalten Gemeindebedienstete, die sich ehrenamtlich bei Rettungsdiensten oder freiwilligen Feuerwehren engagieren, bis zu 40 Stunden (bei Vollzeitbeschäftigung) im Jahr Sonderurlaub für spezifische Ausbildungen im Zusammenhang mit ihrer Freiwilligenarbeit. Darüber hinaus ist die Ausübung eines Ehrenamtes ein positives Kriterium für die Aufnahme in den Gemeindedienst

„das ist bislang einzigartig in Österreich und ein wichtiger Schritt, um das Freiwilligenwesen langfristig abzusichern“,

„Das Rettungswesen steht und fällt mit den Ehrenamtlichen. Es ist wichtig, ihnen zu zeigen, wie hoch wir ihren Dienst an der Gemeinschaft schätzen. Dort, wo wir als Landesgesetzgeber tätig werden können, tun wir das“,

betont Katastrophenschutz- und Feuerwehrreferent Daniel Fellner.

Kärnten nimmt in diesem Bereich eine Vorreiter-Rolle ein. So gilt etwa für Landesbedienstete die gerechtfertigte Abwesenheit bei Einsätzen per Erlass schon bisher.

"Wir werden uns aber auch über unsere Zuständigkeit hinaus weiter für die Besserstellung des Ehrenamtes einsetzen!“,

so Landesrat Daniel Fellner.  

Die Gesetzesvorlage wird nun an den Landtag übermittelt. Neben den Besserstellungen für ehrenamtliche Retter beinhaltet sie einige weitere Änderungen, darunter eine stärkere fachspezifische Ausrichtung der Grundausbildung für Gemeindebedienstete sowie eine Besserstellung für Ferialarbeiter.

„Gemeindebedienstete sind traditionell sehr häufig als Ehrenamtliche in den örtlichen Rettungsorganisationen tätig und wie alle freiwilligen Helfer unverzichtbare Stützen unserer Gesellschaft“,

bestätigt auch SPÖ-LAbg. Klaus Köchl. Der Bürgermeister von Liebenfels und Bereichssprecher für Feuerwehren und Katastrophenschutz im SPÖ-Landtagsklub begrüßt die Novelle zum Kärntner GemeindemitarbeiterInnengesetz, die nach dem heutigen Regierungsbeschluss nun im nächsten Schritt im Kärntner Landtag behandelt wird.

„Mit der Novelle gelten Hilfseinsätze künftig als gerechtfertigte Abwesenheit. Das ist ein ganz wichtiger Schritt und zeigt, welchen hohen Stellenwert das Ehrenamt bei uns in den Kommunen hat“,

so Köchl.
Als kluge Investition in die Zukunft des Rettungswesens bezeichnet der Abgeordnete zudem die Bestimmung in der Novelle, wonach Gemeindebedienstete bis zu 40 Stunden (bei Vollzeitbeschäftigung) im Jahr Sonderurlaub für spezifische Ausbildungen im Zusammenhang mit ihrer Freiwilligenarbeit erhalten.

„Wer schnell hilft, hilft doppelt, heißt es. Damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und jedes Kommando passt, sind regelmäßige Fortbildungen unerlässlich.“

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