9. November 1938 - Erinnerung als Auftrag

Gedenken an Novemberpogrome und deren Opfer als Auftrag für Gegenwart und Zukunft verstehen. Wir alle haben die Pflicht, die Demokratie zu stärken.
„Das Gedenken an die Novemberpogrome 1938 sollte für uns zweierlei beinhalten: Einerseits ein würdigendes Gedenken an alle jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die in der Nacht von 9. auf 10. November 1938 Opfer des abscheulichen nationalsozialistischen Terrors geworden sind – auch in Kärnten, wo in Klagenfurt und Villach organisierte Trupps der SA gewütet haben“,
SPÖ-Landesparteivorsitzender Landeshauptmann Peter Kaiser

„Andererseits sind wir angesichts sich aktuell häufender brauner Einzelfälle, abstoßender Liederbücher und national-populistischer Strömungen, die aus politischen Motiven Ressentiments gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen schüren, heute umso mehr verpflichtet, aus dem Gedenken einen Auftrag für die Zukunft abzuleiten: Dieser kann nur lauten keinen Millimeter gegenüber rechtsextremen Tendenzen nachzugeben und noch aktiver, noch mutiger für Gleichheit, für Meinungsfreiheit und für unsere Demokratie einzutreten. Dazu sind wir alle aufgerufen und verpflichtet“, so Kaiser.

„Dass letztlich die demokratischen Kräfte die stärksten sind, zeigt sich auch am Fall der Berliner Mauer, der heute sein 30-Jahr-Jubiläum feiert – hier wurden buchstäblich Grenzen überwunden und Mauern zum Einsturz gebracht“,

führt Kaiser weiter aus.

„Das Gedenken an die Opfer und ihre Familien müssen wir nicht nur aussprechen, sondern wir müssen es leben, indem wir uns ins Heute einbringen, wachsam bleiben und die Demokratie verteidigen, wenn versucht wird, sie auszuhöhlen“, schließt Kaiser. 

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